Breakdance, eine Übersicht

breakdance - bboys

Eine Zusammenfassung von Imc One

Ich beschränke mich auf eine kurze Einführung, um später die Zusammenhänge mit den damaligen Musikstilen ausreichend aufgreifen zu können.

Unter Breakdance versteht man einen urbanen Tanzstil, welcher in den 70er Jahren des 20. Jahrhundert von afro- und lateinamerikanischen Jugendlichen in den USA entstand.Breakdance in seiner Rohform beschränkte sich damals auf Fuß- und Beinarbeit, was sich durch verschiedene Einflüsse aber schnell änderte.

Schnell entwickelte sich diese Tanzart zum festen Bestandteil einer noch jungen Hiphop-Kultur. Die im Hiphop bekannten Elemente der Competition und Gruppenbildung führte zum qualitativen Aufschwung dieses Tanzes. Immer neue Ideen und Stile wurden ausprobiert und vereint, so dass nun auch akrobatische Elemente Einzug erhielten. Sogenannte Freezes und Crazy Legs. Aber auch Windmills und Headspins wurden modern.

Erste Crews entstanden und lieferten sich Wettkämpfe.
“The Zulu Kings” war sicherlich einer der bekanntesten seiner Zeit und womöglich auch die erste feste Gruppe von B-Boys.
Hierdurch wird der damalige Einfluss der Zulu-Nation auf den Hiphop deutlich.

In den 80er Jahren wurde der Tanz global bekannt durch Filme wie “Wildstyle” oder “Beatstreet”.

Ein weltweiter Boom entfachte und Breakdance wurde kommerzialisiert. Gegen Ende dieser Dekade gab es aber nur noch wenige aktive Crews, da quasi die Luft “raus” war. Breakdance war ausgeschlachtet.

Erst Mitte der neunziger entdeckten Medien diese Kultur neu und durch die jährlich stattfindende “Battle of the year” Wettbewerbe fand der Tanz schnell seine alte Popularität zurück.Heute gibt es weltweit viele Crews und der Austausch ist enorm. Breakdance ist nicht mehr nur ein klassischer Hiphop-Tanzstil sondern findet überall Verwendung.

Die Verbindung des heute bekannten Breakdance und Electro Hiphop ist durch Zufall entstanden. In Fresno/Kalifornien gab es einen Tänzer namens “Boogaloo Sam”. Er entwickelte 1972 einen Roboter ähnlichen Tanz, den “Electric Boggie”. Auch bekannt unter “Robot” und “Old school”. Es gab Gruppen, zu deren Musik sich dieser Tanz gut ausführen ließ, wie z.B. “Kraftwerk” welche viele Hiphop-Gruppen noch heute zu ihren musikalischen Einflüssen zählen. Später fand diese Tanzart Einzug in den Breakdance.

Die klassischen Breakdance-Musik ist aber der so genannte “Breakbeat”.

Der aus Kingston stammende “Kool DJ Herc” mixte die ersten Breaks in den 70ern in New Yorks Discos. Er mischte zwei Schlagzeugsamples nahtlos aneinander und ließ diese als Loops laufen. Samplelieferanten waren Funk-Schallplatten. Er erfand somit unter anderem den Hiphop, der noch heute auf dieser Technik aufbaut.

Ebenso Drum ‘n’ Bass, Jungle oder auch Big Beat gingen aus dieser Technik hervor.

Die damalige Hiphop Musik entwickelte sich und es gab weitere bekannte Größen im Geschäft, welche heute schon legendär sind. Grandmaster Flash, Afrika Bambaata, Common oder Run DMC sind nur einige dieser Old School-Gruppen welche durch ihre Musik den Breakdance und den Hiphop entscheidend beeinflusst haben.

Afrika Bambaata war Gründer der “Zulu Nation”. Die Organisation ist heute weit verzweigt im globalem HipHop-Geschäfft und vereinigt namenhafte Größen.

Wie oben angesprochen sind auch die “Zulu Kings” dort beheimatet.

Eine bekannte Breakdance Crew aus damaligen Zeiten ist “The rock steady crew”. Baambata involvierte sie in seine Zulu Kings, nachdem die Mitglieder “Frosty Freeze” und “Crazy Legs” darum baten.

Breakdance ist eine der sogenannten “4 Säulen” der HipHop-Kultur. Breakdance, Graffiti, MCing, DJing

Weitere Quellen:

Breakdance
Bboyworld
Electrofunk

Imc One