Mixer-EQ

Mpc 1000 – Beat Making Tutorial Part 3

Willkommen zurück, zum dritten Teil des Einsteiger Tutorials für die Mpc 1000!

Im Beat Making Teil 2 haben wir eigene Samples aufgenommen, zurechtgeschnitten und abgespeichert. Nun möchten wir versuchen mit Hilfe der mitgelieferten Drumkits und Instrumente und unserem eigenen Sample einen kleinen Beat daraus zu erstellen. Als aufgenommenes Sample wird hier ein kurzer Beat-Loop benutzt, der unterschiedlich in unseren Song eingebunden oder in einzelnen Parts angespielt werden kann (pitched, timestretched, patched phrase, sliced samples usw.).

Sliced Samples – Chop

Da wir im Moment noch nicht wissen, wieviel bmp (beats pro minute) unser Beat /Song haben wird (irgendwo im Bereich 70-90 vielleicht), entscheiden wir uns für dafür, unseren Beat als „Sliced Samples“ abzuspeichern, so können wir den Beat in verschiedenen Geschwindigkeiten bei gleicher Tonhöhe spielen. Dazu gehen wir nach dem Laden des Beats auf Mode+Pad 6 (Trim) und wählen F5 „Slice“  (JJ OS = Chop). Hier wählen wir die Anzahl der „Teile / Regionen“ aus, in die unser Loop geteilt werden soll (vielleicht 8 oder 16), die einzelnen Teile können später manuell, oder automatisch auf unsere Pads gelegt werden. Die Start-und Endpunkte der einzelnen Regionen können, wie bei der Trimfunktion, gewählt und eingestellt werden. Die einzelnen Regionen können mit den Cursortasten gewählt und durch das Drücken eines Pads angehört werden.

Sample_Chop_Slice_mpc1000_JJOS

Wenn die einzelnen Bereiche / Regionen sauber klingen, drücken wir F6 (Edit) bzw. beim Akai OS F4 (Convert) und wählen F2 „Sliced Sample“ und „New Program“. Durch „Release“ können wir noch einmal einige Millisekunden zusätzlich zum Ende hinzufügen, um saubere Übergänge zu erreichen. Unser in mehrere Regionen unterteilte Loop wurde als neues Programm abgespeichert und kann nun auf Track 1 eingespielt werden (siehe Aufnahme Tracks und Sequenzen im Tutorial 1).

Es bedarf besonders für den Einsteiger vielleicht mehrere Versuche, die unterteilten Samples sauber einzuspielen, als kleine Vereinfachung kann man die BPM etwas herunterregeln, um die Parts langsamer und genauer einzuspielen, anschliessend sollte der Loop auch in einer variablen Geschwindigkeit vernünftig klingen. Mit der T.C. (Timing Correct) – Funktion können wir zum Einen die Quantisierung einstellen (1/16, 1/32) etc., zum Anderen die eingespielten Noten noch durch einen „Swing“ etc. verschieben, um so einen schönen Groove hinzubekommen. Ebenso empfiehlt es sich, die einzelnen Regionen / Samples nocheinmal zu überprüfen und einzeln die Start – und Endpunkte zu korrigieren.

Beispiele:  Bassline und Beat als einfacher Loop

Beat-Sample-Loop1

Ein Beat Loop zurechtgeschnitten

Anhören:

Bassline-Sample-Loop2

 Ein Bassline Sample zurechtgeschnitten

Anhören:

Ein Loop aus den Samples zusammen im Mix:

Die beiden Loops wurden wie oben beschrieben in mehrere Teile zerschnitten und mit den einzelnen Pads auf jeweils auf einen Track gespielt, das Tempo ist 70  – 90 BPM. Track 1 ist der neue gespielte Beat, Track 2, die neue Bassline und Track 3 ein HiHat und eine Cymbal. Ingesamt habe ich für das Tutorial hier ersteinmal zur Vereinfachung nur 3 Tracks erstellt, bei einer Sequenzlänge von 2 Bars 4/4 Takt, Loop: On.

Mix bei 90 BPM:

Bassline-Beat_Mix

Samples / Chops im Mix bei 90 BPM

Anhören:

Mix bei 80 BPM:

Bassline-Beat_Mix_80_BPM

Anhören:

Mix bei 70 bpm:

Als letztes Beispiel hier nun der Mix bei 70 BPM, wo man recht gut hören kann, wie die einzelnen Slices aufgeteilt wurden und die Unterschiede hörbar werden.

Anhören:

Ich hoffe die kleinen Beispiele verhelfen dem einen oder anderen interessierten Musiker Beats und Samples mit den Editierfunktionen, Trim Chop, Slice usw. zur Kreierung eigener interessanter Stücke auf der Mpc 1000 (und natürlich den anderen Mpc´s, und Programmen). Im nächsten Tutorial geht es wahrscheinlich um weitere Songeinstellungen, Mixer und Effekte.

Dj Highfly im Februar 2010

Ps.: alle Angaben ohne Gewähr

Weiter zum Beat Making Tutorial Teil 4

 

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