Beat-Tutorial

Mpc 1000 – Beat Making Tutorial Part 5 – Programm erstellen

Willkommen zurück! Im Beat Making Tutorial Part 4 haben wir Tracks eingespielt und aus den Sequenzen einen Song gemacht. Heute möchte ich beschreiben, wie man einzelne Samples, Beats, Drums, Loops etc. auf die Pads legt, ein eigenes Programm daraus erstellt und dann abspeichert.

Samples-Extract

Um ein eigenes Mpc-Programm zu erstellen lade ich zuerst einige Beats und Samples von meiner Cf-Karte, bzw. vom Harddrive in den Ramspeicher und gehe bei längeren Beats in die Trim-Einstellungen (Mode + PAD 6) um an einzelne Instrumente / Teile zu gelangen. Hier kann ich einzelne Bereiche meiner Beats markieren und per Edit / Extract als neue Samples extrahieren und weiterbearbeiten, z.B. normalisieren und kürzen. Mit „Discard“ können hier wiederum Bereiche gelöscht werden, die sich ausserhalb der Markierung befinden. Wichtig bei dieser Vorgehensweise ist es, dass man die „Extract-Funktion“ bevorzugt, um über eine „nicht-destruktive“ Arbeitsweise die originalen Samples beibehalten zu können. Man arbeitet somit mit den Kopien der Original-Sounds.

Samples_Rename_Programm

In diesem Tutorial erstelle ich ein Drumkit aus Bassdrums / Kicks, Snares und Hihats auf Bank A, wobei alle 16 Pads der Mpc 1000 belegt werden. Dazu gehe ich als nächstes, nachdem ich 16 einzelne Samples zurechtgeschnitten und umbenannt habe in die Programm-Einstellungen (Mode+PAD 7). In diesem Menü wird mir oben links das jeweilige Programm angezeigt, welches ich auch anwählen und mit den Steuerrad wechseln kann (hier Pgm: Program01). Ich gebe dem Pogramm zuerst für eine bessere Übersicht einen eigenen Namen.

Mpc_Program_mode

Auf der linken Seite im Programm-Menü sieht man beim Drücken eines Pads die jeweilige Bank (A, B, C oder D) und die jeweilige Pad-Nummer, im Beispiel also Bank A Pad 01 (A01). Rechts daneben sehen wir 4 Spalten 1:, 2:, 3: und 4:, dies sind unsere Layer, die wir belegen können, also in dem Fall 4 Samples pro Pad. Wir wählen das erste Feld aus und scollen uns per Menürad durch die einzelnen Samples, die wir vorher erstellt haben und wählen eines (oder mehrere als Layer) aus. Dies können wir nun mit allen Pads und den 4 verschiedenen Bänken wiederholen, bis wir insgesamt 64 Pads belegt haben, im Beispiel wird ersteinmal nur Bank A komplett mit 16 Pads / Samples belegt.

Die Bank kann durch die Buchstaben A-D mit den Pad Bank Tasten gewechselt werden. Weitere Funktionen im Programm-Menü, wie z.B. Level, Tune, Range, Filter (Low Pass, Band Pass, High Pass etc.) und LFO erlauben uns weitere Einstellungen für jedes Instrument vorzunehmen, desweiteren können wir Filter anwenden, die Samples auf Poly / Mono einstellen und Mute-Groups definieren (Bsp.: Sound 1 wird durch Sound 2 gestoppt usw.). Anschliessend können wir unser Programm inklusive der einzelnen Samples abspeichern (Mode + PAD 3 / Save).

Mit unserem selbsterstellten Programm (im Beispiel hier ein Drumkit) können wir nun Beats und Instrumentale machen. Diverse Feineinstellungen können später auch noch vorgenommen werden, um nach und nach individuelle Sets zu erstellen und diese noch zu verfeinern und zu erweitern.

Die gespeicherten Samples, Programme etc. können nun auch per Usb von der Mpc auf den Computer übertragen und dort auch noch nachbearbeitet werden (fade in / fade out usw.). Die Dateien liegen nun als DrumKit_Name.PGM, sowie den dazugehörigen PCM Wav-Samples vor.

Hier ein kleiner Demobeat, von meinem eben erstellten Drumkit mit ein paar Scratches:

Ich hoffe es sind einige nützliche Informationen für Euch dabei, ich würde mich sehr über eine Teilnahme von Euch am Blog freuen, gerne könnt Ihr auch den Hip Hop RSS-Feed abonnieren

Dj Highfly, März 2010

Weiter zum Tutorial Part 6 (Beat Loops)

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