Mpc-5000

Mpc 5000 – Music Production Center – erster Eindruck

Heute konnte ich im Tonstudio der Kollegen von Bst die Mpc 5000 von Akai begutachten und intensiv ausprobieren. Vielen Dank an der Stelle, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, der Beat ist sehr funky geworden und sollte demnächst unbedingt weitergemacht und erweitert werden!

Also das Gerät ist ebenfalls (wie meine MPC 1000) erst ein paar Tage alt und man staunt wieder einmal, wie schnell man mit diesen Geräten (Mpc 1000, Mpc 2500 SE usw.) Beats und fertige Instumentale / Songs  machen kann, die auch vernünftig klingen und jede Menge Spass machen.

Der erste Beat mit der MPC 5000

Angefangen haben wir, wie so oft, mit dem Hören verschiedener Musikstücke aus unterschiedlichen Genrés. Bei einem Stück haben wir eine interessante Bassline gefunden, die dann in die MPC (Mode + Record) aufgenommen wurde. Die Bassline hatte noch ein einige Drum-Elemente, welche Rudi sehr elegant und flott herausgefiltert hat (Low Pass usw.), sodass wir später nur noch den Bassanteil hatten. Der Loop wurde zurechtgeschnitten (Mode + Trim), in 8 Teile gesliced (Chop Shop) und dann automatisch auf die Pads gelegt, sowie gleichzeitig ein neues Programm daraus erstellt.

Mpc-5000-Samples

Als nächstes haben wir ein Drumkit aus den mitgelieferten Factory-Sounds geladen (Live Drumkit) und einen Beat im Bereich 90-100 bpm eingespielt. Hier und dort ein paar Crashs, Cymbals und Drums, einige Stereo Toms, klingt schonmal sehr sauber (Sound Demos werden bald folgen!).  Ein wenig Groove / Swing und das ganze klingt schon sehr „handgemacht“. Dann ging es weiter mit unseren Bass Samples, wo wir gemeinsam einige Melodien probiert und abgesprochen haben was am besten passen könnte. 4 Bars, sehr abwechslungsreich, groovy, i can feel it, das macht Laune!

Midikeyboard MK-225 und der Mpc 5000 Synthesizer

Wir haben ein Evolution MK-225 Usb Midi Keyboard Controller (mit einem Netzteil) per Midikabel an den „Midi In“ der Mpc angeschlossen und einige Einstellungen vorgenommen, bis wir unseren Track mit dem Synthesizer Programm über das Keyboard spielen konnten. Dann wurde der Arpeggiator der MPC ausprobiert und einzelne Klänge modifiziert (hierzu später evtl. mehr, da etwas umfangreicher).

Weitere Tracks haben wir mit Samples / Programme aus dem Bereich „Brass“ und Funk bespielt, auch hier merkt man wieder den typischen „Workflow“ der mit diesen Geräten ermöglicht werden kann, einfach ausprobieren und im Overdub als Schleife / Loops die Instrumente und Samples einspielen. Wenn irgendetwas nicht gefällt, einfach die „Undo“-Taste drücken und nocheinmal.

Mpc-5000-MK-225-Midi-Keyboard

Fazit: Die Mpc 5000 ist ein sehr feines Gerät, beeindruckend massiv, solide verarbeitet. Das Gerät ist mit einem sehr übersichtlichen blauen Display ausgestattet, auf dem die Samples schön als Stereo Wellenform abgebildet werden können. Für mich aus Platzgründen etwas zu gross, ich bevorzuge eher die mobile Variante, für Musiker, Produzenten, Beatbastler und alle, die Spass mit einem neuen Musik Produktions Studio haben möchten, eine sehr gute Wahl.

Durch die bisherigen Arbeiten mit der Mpc 1000 konnte ich mich fast auf Anhieb auch auf der 5000er Variante zurechtfinden, eine kleine Überraschung war der bereits auf dem Akai OS integrierte Sequenzer. Da ich den oftmals als nichtmehr zeitgemäß bemängelten 16 bit – 44 khz Sound für vollkommen ausreichend, und höhere Aufösungen für überbewertet empfinde (liegt an meiner 8 Bit Mono – Amiga 500 Zeit, in der auch feine Sachen produziert wurden), sollte das Gerät den meisten Leuten ausreichende Möglichkeiten bieten, hochwertige und interessante Musik zu machen.

In diesem Sinne: Happy Beatmaking!

Dj Highfly 1. März 2010

Ps.: Wer sich so ein Gerät kaufen möchte, findet hier einen interessanten Link für die MPC 5000  (es werden momentan diverse Händler beliefert, man kam wohl mit der hohen Nachfrage nicht hinterher. Es war nicht so einfach in Berlin eine zu bekommen, sollte aber bald wieder/ Mitte März bei den meisten Händlern welche geben). Vielleicht auch mal hier unter Tasteninstrumente / Synthesizer / Sampler schauen.

Weitere Spezifikationen:

Virtuell-analoger Synth mit Arpeggiator und 300 Presets
Direkte Audioaufnahme von 8 Spuren auf die Festplatte mit Hard Disk
64 MB Sample RAM Speicher ab Werk, erweiterbar durch EXM E3 Expansion Board auf 192 MB
Über 40 neuen Effekten des modularen 4-Bus Effektprozessors
Master Compressor und Equalizer
Eingebaute Festplatte
Optionales CD-R/DVD Laufwerk
USB 2.0 Port zum Anschluss an einen Computer
CF Type-2 Card Slot (bis zu 2GB)
Chop-Shop 2.0 – zerlegt einen Stereoloop in einzelne Samples mit automatischer Padzuweisung
Patched Phrases – erzeugt mehrere Splits in geloopten Samples zur genauen Temposynchronisation ohne Tonhöhenänderung
Continuous Sample Track – gewährleistet die perfekte Synchronisation von Samples unabhängig vom Start des Beats innerhalb eines Loops
12 Q-Link Controller zur internen Automation, externer MIDI-Steuerung und schnellen Parameteveränderung
Großes, klappbares 240 x 128 Display mit Hintergrundbeleuchtung
ADAT Optical Ausgang
10 eingebaute analoge Ausgänge, plus 8 ADAT Optical und Stereo S/PDIF Digitalausgänge
Neues Multimode Filter
Zwei MIDI Eingänge und vier MIDI Ausgänge
Turntable Phono Eingänge mit RIAA Vorverstärkern
XLR/6,3 mm Klinke Comboeingänge mit Mic/Line Signalumschaltung
Beiliegende Sample Library von Loopmasters.com

Quellen und Links:

akaipro.com
das Bst-Myspace

 

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