MPC Live - Controller Mode Slice

Hallo Freunde der MPC! Heute möchte ich erneut auf das Arbeiten mit der MPC Live im Controller Mode eingehen. Ich habe die letzten Stunden an der MPC Live damit verbracht, verschiedene Funkbeats aus meinem Archiv zu schneiden (Trim) und diese per CHOP in mehrere Teile zu unterteilen. Während der Arbeit mit der Software ist mir aufgefallen, daß die Entwickler anscheinend eine bestimmte Reihenfolge beim Starten der MPC und der 2.0 Software vorgesehen haben.

Am besten funktioniert es bei mir, wenn ich erst die MPC starte, ein empty project wähle und dann im MENÜ oben das „MPC“-Symbol für die Verbindung mit dem Computer wähle. Erst wenn die MPC einen Computer sucht, starte ich die Software am PC. Beim Beenden gehe ich zuerst beim Gerät auf „Switch To Standalone Mode“ und beende dann die Software, da es sonst zu Abstürzen kam.

Software Einstellungen und Übersicht

Sobald der Computer und die MPC eine Verbindung hergestellt haben, gehe ich in die Einstellungen (drei Balken ganz oben links) und wähle Edit / Preferences. Dort stelle ich z.B. mein Audio Device Type (Soundkarte) und diverse andere Funktionen ein. Sehr hilfreich ist es z.B. unter View (siehe Bild) sämtliche Funktionen einzublenden, um diese auf dem Bildschirm angezeigt zu bekommen. Weniger wichtige Funktionen kann man später wieder ausblenden, mir hat es am Anfang geholfen möglichst viel einzublenden, um die Funktionen schneller zu finden.

MPC Live - Software Menu / View

MPC Live – Software Menu / View

Somit habe ich z.B. oben in der Toolbar sehr viele Bereiche, die man auch in der Standalone Hardware im MENU / MAIN MODE sehen kann. Es lohnt sich, auch einen Blick auf die Statuszeile ganz unten in der Software zu werfen, dort können ebenfalls verschiedene Menüpunkte ein- und ausgeblendet werden.

In meinem Beispiel-Tutorial gehe ich auf einen kurzen Beat ein, den ich hierfür gemacht habe. Der Beat hat ingesamt drei Tracks, bestehend aus einem Beat, einer Gitarre und einem Bass. Sehr einfach gehalten das Ganze. Der Loop besteht aus einer Sequenz mit 4 Bars und 98 BPM.

Hier der Demobeat – 4 Sequenzen mit 3 Tracks

Zuerst habe ich einen Funkbeat von meiner 128GB SD-Karte geladen (MENU / BROWSER) und diesen unter TRIM zurechtgeschnitten (DISCARD = Bereich ausserhalb des markierten Samples entfernen).  Dann bin ich auf CHOP gegangen (Untermenü von TRIM bei der Hardware) und habe die Option THRESHOLD gewählt. Es werden dann verschiedene Regionen / Slices per Schwellenwert angezeigt, die später als Samples über die einzelnen Pads gespielt werden können.

Man kann nun jedes Pad einzeln drücken und den entsprechenden SLICE hören und sehen. Wenn man die jeweiligen Samples vorne oder hinten bearbeiten möchte, kann man hierfür einfach den grünen Marker für den Anfang und den roten Marker für das Ende verschieben. Dies geht per Hand auf dem Touchscreen oder über die Q-LINK – Regler mittels START und END. Die kleinen Q-Link – Regler können hierbei die Schritte von 1, 10, 100 und 1000 verstellen. Durch ein Antippen eines Q-Link – Reglers wird dieser ausgewählt. Man muss den Regler zum Auswählen nicht also nicht erst drehen, sondern nur kurz oben antippen. TIPP: Q-Link Button LED 1 = Start, LED 2 = End! Sobald die jeweiligen Pads den gewünschten Teil abspielen, kann man per SHIFT + CONVERT eine neues Programm (New drum program using slices) erstellen und dieses im ersten Track unter DRUM PROGRAM auswählen. Hierfür tippt man doppelt auf den Programm-Namen oder dreht am großen Drehregler, bis das gewünschte Programm erscheint.

MPC Live - Software / Grid View

MPC Live – Software / Grid View

Auf dem Bild oben sieht man die sogenannte „Grid View“, also die Gitteransicht. Hier sind nun auf der linken Seite die einzelnen Pads aufgeführt A01, A01, A03 usw. Das A steht dabei für Bank A und die Nummer für das jeweilige Pad. Man kann den Beat nun per Aufnahme einspielen oder die einzelnen Bereich über das Stiftwerkzeug (Pencil) eintragen. Weitere Werkzeuge sind ERASE für löschen und Select für das Auswählen einzelner oder mehrerer Objekte. Wenn man den hintergrundbeleuchteten Q-Link-Button gedrückt hält, kann man z.B. Time Correct oder den Swing einstellen, dazu später in anderen Tutorials mehr.

Das Gleiche wiederhole ich mit der Gitarre und dem Bass, also Schneiden, Choppen und als Programm speichern. Wenn alle Instrumente richtig gesetzt sind, sollte der Loop rund laufen und eine Basis für einen instrumentalen Beat entstehen.  Nun kann man die einzelnen Tracks noch mit Effekten versehen. Ich habe mich bei Track 1 (Beat) für einen Compressor, sowie ein Reverb für die Snare und für Track 2+3 für ein Reverb und Delay entschieden. Man hört den Effekt sehr gut am Ende vom Beat oben im Player. Es ist möglich, nicht nur komplette Tracks mit einem Effekt zu versehen, sondern auch einzelne Pads / Samples. Häufig setzt man z.B. ein Reverb auf eine Snaredrum, um so einen druckvolleren bzw. effektvolleren / räumlichen Klang zu erzielen.

MPC Live - Effect / Program

MPC Live – Effect / Program

Auf dem oberen Bild sieht man, daß auf Pad B03 ein Reverb gelegt wurde (die Snare), während der gesamte Track als Insert-Effekt einen Compressor nutzt. So lassen sich sämtliche Elemente mit Insert-Effekten individuell erweitern.

Channel Mixer – Mute / Solo

Im Channel Mixer kann man die einzelnen Tracks auf Mute (stumm) oder Solo schalten, was später für den Song Mode von Bedeutung wird. Wenn man z.B. eine Sequenz erstellt hat, die drei Tracks enthält, aber nur einen davon z.B. als Intro spielen möchte, schaltet man die anderen beiden Spuren stumm. In einer weiteren Sequenz (Kopie von Seq.1) können dann die anderen Tracks wieder angeschaltet werden. So konstruiert man sich aus einer Kette von Sequenzen eine Reihe von Tracks, die entweder laufen sollen oder eben stumm geschaltet sind. Im Endeffekt kann man sein komplettes Instrumental auf einer Sequenz erstellen und mit Kopien der ersten Sequenz dann einen Song daraus konstruieren. Die Reihenfolge der abzuspielenden Sequenzen wird im Song-Modus festgelegt, auf den ich im nächsten Tutorial genauer eingehe.

MPC Live - Channel Mixer

MPC Live – Channel Mixer

Soweit ersteinmal ein paar Funktionen der MPC 2.0 Beta Software, ich hoffe es sind einige brauchbare Tipps für Euch dabei. Die MPC Live kann momentan z.B. im Onlineshop bestellt werden, dort findet Ihr auch weitere interessante Musikinstrumente und Zubehör. Sofern Ihr etwas über den Link bestellt, unterstützt Ihr damit meine Arbeit / Serverkosten. Vielen Dank! Über Eure Kommentare würde ich mich sehr freuen.

Video zum Tutorial:

Werbung / Musik-Hardware / Bilder: Amazon.de* / Thomann.de

AKAI Professional MPK Mini MKIIWerbung: MPC Live im Onlineshop / Bild: Thomann.de


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