MPC Live - JD-Xi Synthesizer - Tutorial

Hallo Freunde der MPC und der Synthesizer! Über den JD-Xi – Synthesizer von Roland habe ich bereits einiges geschrieben. Heute möchte ich das Gerät mit der MPC Live verbinden und die einzelnen Schritte hierzu erläutern. Vorab noch eine kurze Erläuterung: Der JD-Xi ist ein digitaler / analoger – hybrid – Synthesizer, d.h. er hat drei „Parts“ mit denen man digitale Klänge abspielen kann und einen analogen Part, also insgesamt vier. In Kurzform: der JD-Xi ist vierfach multitimbral.

MPC Live und JD-Xi – Midieinstellungen vornehmen

Um die einzelnen Parts, (Kanäle / Tracks / Spuren) nutzen zu können, stellt man bei der MPC den entsprechenden Midikanal ein. In meinen vorherigen Tutorials bin ich bereits auf das Einstellen der Midikanäle eingegangen, dazu schreibe ich aber weiter unten in diesem Artikel noch mehr.

JD-Xi - Midi Sync Mode: Master

JD-Xi – Midi Sync Mode: Master oder Slave

Bei dem JD-Xi habe ich vorab einige Midi-Einstellungen vorgenommen. Hier hilft oftmals auch das Ausprobieren der Einstellungen, da verschiedene Sequenzer unterschiedlich auf Midibefehle reagieren können. So habe ich z.B. den Midi Sync Mode einmal auf Master gestellt, um den internen Arpeggiator des JD-Xi zu nutzen und später wieder auf Slave gestellt. Hierbei musste ich die Geschwindigkeit (BPM) des Synthesizers auf die BPM der MPC Live stellen. Zu den Einstellungen des JD-Xi gelangt man über den Menu/Write – Button.

JD-Xi - Midi ClockSource

JD-Xi – Midi ClockSource

Desweiteren habe ich durch simples Ausprobieren verschiedene Einstellungen wie Midi ClockSource: Midi, Midi Soft Through: OFF, Midi Local Switch: OFF vorgenommen. Es ging dann recht unkompliziert und ich konnte alle vier Tracks als Midi und Audio aufzeichnen. Midi ist relativ umfangreich und eher ein Thema für mehrere Artikel. Über weitere Tipps würde ich mich sehr freuen.

JD-Xi – Parts / Tracks einstellen

Zurück zum Synthesizer: Beim JD-Xi sieht man eine Reihe von Buttons, die vier Parts beinhalten. Part 1 +2 stehen für Digital Synth 1+2 (Midikanäle 1+2), Part 3 die Drums (Midikanal 10) und Part 4 schließlich der Analog Synth (Midikanal 4).

JD-Xi - Part Select

JD-Xi – Part Select

Die Drums werden standardgemäß über den Midikanal 10 gesteuert, so ist es auch z.B. beim TR-8 Drumcomputer. Unter diesen Voraussetzungen stelle ich auch die Kanäle bei der MPC ein. Ich fing in meinem Beispiel auf Track 1 in der Sequenz 1 mit dem Midikanal 10 an, um einen einfachen Beat einzuspielen. Dabei habe ich alle Instrumente des Drumkits einzeln auf mehrere Tracks eingespielt. Bei den Drums habe ich also immer Midikanal 10 eingestellt, egal bei welchem Track. Danach wurde eine Melodie auf Track 1/ Midikanal 1 und ein Bass auf Track 2/ Midikanal 2 aufgenommen. Zum Schluss kam noch ein weiterer Analog Synth-Bass auf Track 4/ Midikanal 4.

MPC Live – Track Mute und Audioaufnahme

Auch für diese Sequenz habe ich wieder die Track Mute – Funktion der MPC genutzt, um verschiedene Instrumente stumm – bzw. aktiv zu schalten. Durch das mehrfache Kopieren der Sequenz konnte ich daraus später einen Song erstellen (siehe MPC Live – Song Mode).

MPC Live - Track Mute

MPC Live – Track Mute

Damit ich später mit dem Synthesizer weiter arbeiten kann, speichere ich die – im JD-Xi geladenen Sounds (Parts) – in ein leeres [INIT PROGRAM] per shift + write. Anschließend geht es an das Aufnehmen der einzelnen Audiospuren vom Synthesizer in die MPC Live.

MPC Live - JD-Xi - Audio Recording

MPC Live – JD-Xi – Audio Recording

Wie in vorherigen Tutorial bereits erläutert, nehme ich alle Midispuren nacheinander als Audiospuren auf. Somit kann ich den Synthesizer ausschalten und mit den Audiotracks weiter arbeiten. Im Song-Mode erstelle ich einen Song und gehe auf CONVERT>SEQ. Am Rechner kann ich nun die Sequenz nach belieben bearbeiten, d.h. Tracks verschieben, mastern etc.. Alle Tracks und Sequenzen etc. wurden benannt und das ganze Projekt mittels save as.. abgespeichert.

MPC Live - JD-Xi - Audio Sequence -Software 2.0

MPC Live – JD-Xi – Audio Sequence -Software 2.0 (Anklicken zum Vergrössern)

Auf dem Bild sieht man nun die komplette Sequenz, die im Song Mode konvertiert wurde. Da man das Audiomaterial (derzeit) nicht wie Midispuren stummschalten kann, habe ich die Tracks an die Positionen geschoben, an denen sie abgespielt werden sollen.

Das Ergebnis – passend zum Screenshot der Sequenz – könnt Ihr Euch hier anhören. Es ist ein einfacher Demobeat, der lediglich die Funktionen erklären soll. Ich hoffe es sind einige brauchbare Erklärungen im Tutorial enthalten, der JD-Xi ist auf jeden Fall ein interessanter Synthesizer mit hervorragenden Sounds und interessanten Drumkits. Das Gerät kann momentan z.B. im Onlineshop bestellt werden, dort findet ihr auch die MPC Live.

Über Eure Kommentare und Tipps würde ich mich sehr freuen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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