Comment Reason4 und Adobe Audition im Rewire-Betrieb - 03/22/09
Hallo Soundtüftler und Produzenten,
heute möchte ich ein wenig über die Verbindung mit Reason (in dem Fall Reason 4.01) und Adobe Audition (1.5) schreiben, um so evtl. ein wenig zum Verständnis dieser Technik beizutragen. Anmerkung: Dieser Artikel ist als kleine Hilfestellung und Einleitung zu verstehen und ersetzt nicht die Benutzung der Handbücher oder die professioneller Bücher / Tutorials, da dort sehr viel umfangreicher und fachgerechter auf die Materie eingegangen wird.
Reason 4 und Adobe Audition 1.5 als Rewire Verbindung

Reason als Synthesizer-Applikation verfügt nicht über die Funktion der Audioaufnahme, sondern dient als Synthie-Sequenzer mit all seinen bekannten Funktionen. Um zu seinem Song etwas aufzunehmen und evtl. zu erweitern (Vst-Plugins etc.), gibt es eine Schnittstelle, welche mit anderen Programmen wie z.B. Cubase von Steinberg, Audition von Adobe und zahlreichen anderen Programmen “kommunizieren” kann, diese nennt sich ReWire. Am Ende des Artikels findet Ihr einige Links, unter anderem auch eine Liste, mit welchen Programmen Rewire kommunizieren kann.
Das Audioprogramm Audition dient in unserem Beispiel als Host und Reason als Slave / Client, d.h. Audition wird als erste Software gestartet und Reason wird als Stereo Spur oder mit mehreren einzelnen Spuren dort eingebunden.
Wir öffnen Audition und gehen unter den Optionen in die Geräteeigenschaften, hier wählen wir den Reiter Rewire und klicken auf Aktivieren.


Stereosumme als einen Stereo-Kanal
Unter den Rewire-Slave-Anwendungen finden wir alle, als Rewire geeignete und vom Programm erkannte Programme vor. Wir wählen Reason aus und gehen auf die Auswahl “Stereosummenausgang in ersten verfügbaren Track einfügen” und klicken auf “Start”. Die Vorgehensweise bewirkt, dass der Ausgang von Reason als Stereo-Spur dem ersten Kanal von Audition zugeordnet und auch als Stereospur behandelt wird. Dieser Kanal kann nun nicht wie eine “normale” Wav-Spur editiert oder geöffnet werden, da sie in Echtzeit wiedergegeben wird, es können jedoch Effekte, Equalizer usw. auf diese Spur angewandt werden.

Aktivierter ReWire-Modus in Reason
Sobald wir nun Start gewählt haben, lädt Reason automatisch mit einem leeren, bzw. als default definierten Song. Beide Programme sind miteinander verbunden.

Wir sehen bei Reason unter den Voreinstellungen in der Ansicht “Audio” nun den Hinweis, dass Reason nichtmehr über die Einstellmöglichkeiten des Audio-Ausgangs verfügt, da nun Audition als Host diese Einstellung übernimmt, welche wir auch dort einstellen können. Sobald Reason wieder alleine gestartet wird, finden wir hier wieder die Funktionen zum Einstellen der Audiotreiber usw. vor.
Song laden und BPM Einstellung
Reason übernimmt die Bpm-Einstellung seines Rewire-Host Programmes, d.h. man muss überprüfen, ob dieser Wert übereinstimmt. Audition lädt den zuletzt benutzen Bpm-Wert und sollte mit dem Song in Reason übereinstimmen, wir stellen also den Wert unseres Reason-Songs in Audition (unten rechts) ein. Man sieht sofort, wie Reason die Bpm übernimmt und auch bei sich als Tempo einträgt.


Audioaufnahme in Audition
Wir sehen hier, wie Audition einen Kanal für Reason angelegt hat. Auf den weiteren Kanälen können wir nun zu unserem Instrumental von Reason analoge Spuren aufnehmen, in dem Fall habe ich einige Scratche zu einem HipHop-Beat live aufgenommen. Hinweis: Zu beachten sind unter anderem die Soundkarteneinstellungen, um eine möglichst geringe Latenz zu haben. Hochwertige Soundkarten, wie z.B. die M-Audio Profire 610 sind hier eine Empfehlung, da solche Soundkarten eine Ein-und Ausgangslatenz mit niedrigen ms haben können.
Vorteile beim Arbeiten mit Schnittstellen wie ReWire
Ich habe bisher immer einen Instrumentalsong mit Reason erstellt, diesen dann als Wav-Mixdown exportiert und in Audition geladen, um weitere Spuren aufzunehmen. Dabei stellte ich sehr häufig fest, das ich gerne noch Bereiche im Song ändern würde, z.B. dass ich gerne eine Beatpause oder eine andere Melodie an einer bestimmten Stelle haben möchte. Mittels Rewire kann ich nun den Song direkt in Reason ändern und höre das Ergebnis gleich, ohne meinen Song exportieren zu müssen. Ein Midisong kann somit wunderbar mit Analogem Material kombiniert werden. Cubase z.B. bietet ja wie viele andere Programme beide Funktionen in einer Software, Reason ist jedoch mit seinen zahlreichen “Onboard-Mitteln” eine gänzlich andere Software, kann aber mit dieser Schnittstelle sehr gut mit anderen Programmen zusammenarbeiten und um Ihre Funktionen erweitert werden. Bei Cubase funktioniert die beschriebene Arbeitsweise ähnlich und wird evtl. in einem separaten Artikel noch einmal erläutert.
Propellerheads Webseite
Adobe Webseite mit Video von Audition 3
Steinberg Webseite
ReWire bei Wikipedia
Reason 4 als Premium Edition im Internet bestellen
Cubase 5 im Internet bestellen
Keine Gewähr: Bitte beachtet, dass dies meine eigene Darstellung im Umgang mit der Software darstellt, und ich keinerlei Garantie auf Richtigkeit oder eine Erfolgsgarantie gebe, und ich hafte auch nicht für Schäden o.Ä..Cubase, Audition, Reason (ReWire) etc. sind eingetragene Marken der jeweiligen Hersteller und werden zur Erläuterung eigener Erfahrungen genannt, bzw. abgebildet.
Ich hoffe, Ihr könnt mit diesem Bericht etwas anfangen und wünsche Euch viel Spass beim Musizieren.
Dj Highfly , März 09
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