Posts Tagged ‘Midi’

Comment MPC Live – Verbindung mit dem TR-8 Drumcomputer - 08/2/17

MPC Live - Roland TR-8

Hallo Freunde der elektronischen Musik! Heute möchte ich kurz auf die Nutzung der MPC Live in Verbindung mit dem TR-8 Drumcomputer von Roland eingehen. Der TR-8 (Rhythm Performer) aus der Aira-Serie ist ein Drumcomputer, welcher ab Werk die Sounds der originalen Roland 808 und 909 digital per “Analog Circuit Behavior” (ACB)-Technologie recht authentisch emuliert.

Midi –  und Audioeinstellungen

Die Verbindung der TR-8 mit der MPC Live erfolgt genauso, wie z.B. die Verbindung mit einem Synthesizer (siehe Synthesizer verbinden und einrichten). Ein Midikabel geht von der TR-8 Midi-Out in den Midi-in der MPC und vom Midi-in der Tr-8 in den Midi-Out der MPC.

Roland TR-8 - Midi und Audio

Roland TR-8 – Midi und Audio

Der Audioausgang der TR-8 geht in den Line-In der MPC. Um die einzelnen Schlagzeugelemente hören zu können, stelle ich eine Midispur bei der MPC auf Kanal 10 (Standard für Drums). [ Artikel weiterlesen… ]

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Akai MPC X / Bild: Thomann.de
Akai - MPC X / Bild: Thomann.de

Werbung: MPC Live im Onlineshop / Bild: Thomann.de
Akai - MPC Live / Bild: Thomann.de

 

Comment MPC Live – Synthesizer verbinden und Midi einrichten - 06/30/17

MPC Live - MicroKorg XL+

Hallo Freunde der Musik! Heute möchte ich auf einige Einstellungen eingehen, um mit der MPC Live per Midi einen Synthesizer steuern zu können.  Für den Anfang habe ich den Microkorg XL+ benutzt und jeden Track auf der MPC Live einzeln aufgenommen. Hierfür waren für jeden Track zwei Schritte nötig, zum Einen eine Midiaufnahme, zum Anderen eine Audioaufnahme, dazu später mehr.

Zuerst wird der Synthesizer über zwei Standard-Midikabel und einem Audiokabel (6,3 mm Klinke) verbunden.  Der Midi-out vom Synthesizer wird mit dem Midi-in der MPC verbunden, der Midi-in widerum mit dem Midi-out. Das hat zur Folge, daß der Synthesizer über den Midi-out die Noten und Reglerbewegungen (Cutoff, Pitch, Modulationsrad etc.) an die MPC senden kann. Umgekehrt kann die MPC über ihren Midi-out u.A. die Geschwindigkeit mitteilen (sync/tempo) und auch diverse Befehle (Control Change Messages – Data Bytes). So lassen sich u.A. die einzelnen Sounds vom Synthesizer auch über die Pads der MPC spielen. Midi überträgt allerdings keine Audiodaten, sondern ausschließlich reine Informationen (Notenlängen, welche Note gespielt wurde usw.).

Midi-Verbindung vom Synthesizer zur MPC Live

MicroKorg XL -Midi in/out + Audio out

MicroKorg XL -Midi in/out und Audio out

Auf dem oberen Bild sieht man die beiden Midikabel (in und out), sowie die 6,3mm Klinkenstecker. In meinem Fall habe ich Patchkabel benutzt. Wenn man verschiedenfarbige Midikabel benutzt, kann man sie bei einem größeren Setup besser voneinander unterscheiden.

MPC Live - Midi in/out

MPC Live – Midi in/out

Das blaue Midikabel geht demnach vom Synthesizer MIDI OUT in den MIDI IN der MPC und umgekehrt. Das Audiokabel wird sowohl zum Hören der Synthesizerklänge, als auch zum Aufnehmen der jeweiligen Spur (Track) benötigt und wird mit dem Eingang der MPC verbunden. Der kleine Schalter links auf dem Bild wird auf die Position “Line” gestellt. Etwas weiter links gibt es noch einen Record Volume-Regler, womit die Lautstärke des eingehenden Signals eingestellt werden kann. [ Artikel weiterlesen… ]

Comment MPC – Beatmaking Workshop in Berlin - 12/12/15

Mpc Workshop- Tonstudio

Hallo liebe Musikfreunde! Ich habe im Januar 2010 meinen ersten Artikel zur MPC 1000 und später zahlreiche Tutorials zum Thema Beatmaking geschrieben. Mittlerweile haben mich doch einige Rückfragen zum Thema “Beatmaking” bzw. Musikmachen mit der MPC (Music / Midi Production Center) erreicht. Insbesondere Einsteiger haben es am Anfang – aufgrund der Komplexität der Geräte – nicht immer einfach, einen dauerhaft motivierenden Einstieg zu finden. Meine Erfahrungen konnte ich bisher mit der MPC 1000, MPC 500, MPC 5000, MPC 2500 SE und der MPC Studio sammeln. Der Fokus ist bei mir im Laufe der Jahre immer mehr in Richtung “externe analoge und digitale Hardware” gewandert. Für mich gibt es ständig was zu lernen und ich freue mich dabei natürlich, wenn man auf Gleichgesinnte trifft.

MPC – Workshop für Einsteiger

Mpc 2500 / Music Production Center

Mpc 2500 / Music Production Center

Für Einsteiger / Anfänger habe ich in letzter Zeit ein kleines Konzept entwickelt, um die verschiedenen Schritte beim Aufbau eigenener Beats und Instrumentale anschaulich und ohne “Fachchinesisch” zu vermitteln. Insbesondere das Verbinden der MPC mit externen Midigeräten macht dabei besonders viel Spass, auch dabei kann man ein relativ umfangreiches Thema zumindest auf die “ersten Schritte” vereinfacht darstellen. Komplizierter wird es dann, wenn man bei diversen Synthesizern mittels subtraktiver Synthese, FM etc. eigene Klänge erstellen und einsetzen möchte.

Im Bereich der Synthesizer bin ich noch permanent am dazulernen und beschränke mich in den Workshops und Tutorials auf Presets und einfache Klangveränderungen, dem Arrangieren, Laden und Abspeichern von Sounds und Songs. [ Artikel weiterlesen… ]

Comment Drumkits vom Synthesizer benutzen - 06/29/12

Roland-JX-305-Synthesizer

Externe Drumkits vom Synthesizer in einer Mpc benutzen

Ich habe in letzter Zeit sehr viel mit verschiedenen Drumkits einiger Synthesizern (z.B. die Drumkits vom Roland Jx-305 oder Emu Pk-6) experimentiert und diese auf meiner Mpc 2500 Se eingespielt. Heute möchte Euch einige Beispiele zur Nutzung von Drumkits per Midi in einer Mpc beschreiben. Wie man die Mpc per Midi verbindet wurde bereits in früheren Artikeln beschrieben.

In diesem Beispiel benutze ich einen digitalen Synthesizer, der in seinen “Presets” bereits über mehrere Drumkits verfügt, die im jeweiligen “Part” ausgesucht werden können. Beim Jx-305 ist hierfür der Part 8 vorgesehen, in der Regel werden Drums auf der Midispur 10 eingespielt (wohl eine Art Norm). Bei der Mpc 2500 stelle ich meinen ersten “Track” auf den entsprechenden Midikanal 10 und kann nun das ausgewählte Drumkit direkt über die Pads spielen. Die Pads lassen sich – wie wir wissen – auf 4 Bänke verteilen, A,B,C und D und können so insgesamt 4×16 = 64 Sounds spielen (Mpc 2500). Beim Durchschalten der Bänke hören wir, das die enstpechenden Drumkits quasi vom Synthesizer auf die Pads verteilt sind und wir können diese nun einzeln auf der MPC aufnehmen.

Einen Track pro Instrument / Schlagzeug-Element vom Drumkit

Damit man zum Einen die Lautstärke der verschiedenen Schlagzeug-Elemente an der Mpc regeln und alle einzelnen Elemente später stummschalten kann ist es empfehlenswert, jedes HiHat, jeden Drum usw. auf einen neuen Track der Mpc zu verteilen, so ist es später viel einfacher die Spuren zu kombieren (HiHat-Spur an/aus, Drums variieren lassen, Modulationen, Sound-Veränderungen usw.).

Mpc Midi Drums

Mpc 2500 - Midi Kanal 10 - einzelne Drumspuren

Wie man auf dem Bild sehen kann, wurden in einer Sequenz verschiedene Drumspuren (Tracks) angelegt, die sich einzeln an- und auschalten lassen mute/solo usw. , die Spuren mit dem Namen “Instr.” sind hingegen weitere Midikanäle mit anderen Instrumenten (Bass / Leadsound).

Geschwindigkeit/ Synchronisation / Latenz:

Bei vielen Geräten kann die Geschwindigkeit in Bpm (Beats per Minute) eingestellt werden, desweiteren gibt es Funktionen, welche die Midisynchronisation regeln ( Midi Clock), sobald ich beim Jx-305 Synthesizer die selbe Geschwindigkeit wie die meiner Mpc eingestellt habe, laufen auch “bewegte” Sounds / Arpeggiator etc. synchron zum Beat. Die einzelnen Drumkits lassen sich erstaunlich präzise und nahezu latenzfrei spielen.

Nun kann man seine entsprechenden Pattern/Einstellungen am Synthesizer speichern und einen Namen vergeben, um die Einstellungen später nach dem Ausschalten der Geräte aufrufen zu können. Einfacher ist wahrscheinlich das Abrufen der verschiedenen Bänke und Sounds mittels Midi Progam Chance, Bankselect, MSB, LSB usw., dies wird aber einen eigenen Artikel erfordern, Midi ist in dem Bereich realtiv komplex.

Ich hoffe es sind nützliche Informationen dabei, ich freue mich über Eure Kommentare und über Ergänzungen zum Artikel, viel Spass beim Beatmaking!

Dj Highfly

DjHighfly – experimentell 175 dnb dez 11 by djhighfly

Comment Synthesizer Part 9 – Korg Trinity - 04/26/12

TR Rack

Korg Trinity – digital Synthesizer (TR Rackversion)

Der Korg Trinity ist ein 16 fach multitimbraler und 32 stimmiger digitaler Synthesizer aus dem Jahr 1998 (Die 61 Tasten-Keyboard und Workstation-Version kam erstmals im Jahr 1995 auf den Markt). Das Gerät verfügt über 512 Programm – Patches, und 512 Performance – Patches, die Sounds werden über die sogenannte ACCESS (Advanced Control Combined Synthesis System) Synthese generiert, insgesamt befinden sich im Speicher 32 MB an PCM Wellenformen (48kHz Sampling).

Die Effektsektion umfasst 2 Mastereffekte und 8  gleichzeitig einsetzbare Inserteffekte, wovon 14 Rythmus-Algorithmen für die Mastereffekte und ca. 100 Effekt-Algorithmen für die Inserteffekte zur Auswahl stehen. Das Rack hat die Standardgrösse von 19 Zoll breit, bei einer Höheneinheit (1 HE = 44,45 Millimeter) hoch. Das Gerät kann über Midi (Midi in/out/thru) angesteuert werden, zusätzlich gibt es einen Host-Anschluss für den Computer und 4 Audio-Ausgänge. Das Display ist zweizeilig und Hintergrundbeleuchtet, die Schrift ist relativ gross und gut ablesbar.

Tr-Rack Synthesizer

Tr-Rack Menü

Auch dieses Soundmodul eignet sich sehr gut als Studio-Erweiterung. Wenn man bereits über ein Masterkeyboard verfügt kann das Gerät in das bestehende Setup (z.B. in ein Rackgehäuse) integiert werden. Trotz seines Alters klingen die Sounds sehr druckvoll und authentisch, die Patches sind in verschiedene Kategorien unterteilt, als Hauptauswahl gibt es hier die sogenannten “Combis” und die “Programme”, Combis sind im Multimodus zusammengefasste und als Layer oder Split kombinierte umfangreiche Sounds, die Programme hingegen sind einzelne Sounds wie z.B. Bässe, Gitarren, Piano, Synth usw., auch hier findet man sehr satte Pads und mächtige Bässe etc. zur Auswahl.

Dieser Artikel ist nur eine kleine Übersicht, im nächsten Teil werde ich etwas genauer auf die einzelnen Einstellungen eingehen und evtl auch einen Mp3-Demosong hochladen, untenstehend noch 2 Videos zum tollen Trinity Synthesizer als Überblick:

Korg TR-Rack Motion Synth demos:

Korg TR-Rack per M-Audio Midikeyboard gespielt:

Anmerkung: Korg ist ist ein eingetragenes Warenzeichen
und wird hier auschliesslich zur Beschreibung des Artikels genannt.

1 Comment Synthesizer Part 5 – Korg Microstation - 04/17/12

Korg Microstation Synthesizer

Der Microstation Synthesizer von Korg

Die Microstation ist ein 16 fach multitimbraler Synthesizer mit 61 Tasten / 5 Oktaven und 120 Stimmen. Die Sounds erstrecken sich über 512 Sound-Programme (Singlesounds), 384 Combinations, 48 Drumkits und 256 GM2-Programme. Interessant ist auch hier wieder die Vorhörfunktion (Audition), wo man auf Knopfdruck einzelne Phrasen/Melodien der Singlesounds anhören kann, um so einen besseren Eindruck der Möglichkeiten zu bekommen. Das Gerät verfügt über einen eingebauten 16 Spuren Sequenzer (+ Master), was die Microstation, wie der Name schon sagt, zu einer kleinen Workstation macht. Gepeichert werden die Songs auf einer Sd-Karte. Aufgenommen werden die Songs dann per Step-Eingabe oder im Loop-Modus / optische Eventanzeige. In diesem Artikel erläutere ich einfach mal einige einfache Bedienungsschritte:

Der Synthesizer als Soundmodul

Ich habe mir den Synthesizer besorgt, weil mir zum Einen die Sounds und der polyphone Arpeggiator sehr gut gefallen, und zum Anderen kann man mittels Sequenzer auch ohne Pc oder weitere Hardware Ideen umsetzen und aufzeichnen (Midinoten). In diesem Artikel gehe ich auf die Benutzung der einzelnen Kanäle und das Abspeichern des Templates ein wenig genauer ein.

Cutoff Resonance Eg Release

Man hat die Möglichkeit über den SEQ-Button verschiedene Einstellungen für seinen Song vorzunehmen, z.B. die Songlänge, die Namen der einzelnen Tracks, Kopieren, einfügen usw. genauere Beschreibungen hierzu im Handbuch oder als Pdf, wichtig für mich war hier ersteinmal die Einstellungen für “Templates”, dort werden die einzelnen Kanäle eingestellt oder man kann vordefinierte Templates laden. In meinen ersten Stunden am Synthesizer habe ich einfach im Sequenzermodus über die Buttons 1-16 für jeden Kanal einen Sound ausgesucht, um die einzelnen Kanäle per Midi anzusteuern, das hat sehr einfach funktioniert und schon zu anständigen Ergebnissen geführt.

Dabei wird jeder Singlesound auf einen Kanal geladen und am Sequenzer (bei mir die Mpc 2500 se) angesteuert, man kann das Template dann unter einen eigenen Namen abspeichern. Es ist ebenfalls möglich sogenannte Combis / Kombinationen in diese Templates zu laden, bei den Combis werden je nach Einstellung z.B. mehrere Singleprogramme übereinander gelegt (Layer) oder auf die Tastatur verteilt (Split), so nimmt man sehr häufig die linke Hälfte für den Bass usw., rechts dann Leads etc., auch ist eine Einstellung möglich, welche die Anschlagstärke der einzelnen Sounds regelt (Velocity).

Über die Transportbuttons kann man eigene Songs aufnehmen, dies funktioniert im Loop-Modus oder per Stepeingabe. Weitere Informationen bieten die sehr interessanten Tutorialvideos von Korg und einige andere Videos im Internet. Die Tastatur lässt sich trotz der kleinen Tasten sehr gut spielen. Im zweiten Teil gehe ich etwas genauer auf die einzelnen Funktionen ein, dies ist erstmal eine kleine Übersicht, auf jeden Fall sind die Presetsounds sehr interessant und von der Technik her ähnlich wie die der grossen M50-Workstation. Momentan benutze ich das Gerät als Soundmodul, um für die Mpc verschiedene Kanäle mit interessanten Sounds aufnehmen zu können, später erstelle ich eigene Kombinationen und werde auch den (etwas schwer zu bedienenden) internen Sequenzer ausführlicher Testen. Natürlich lassen sich die Sounds auch bearbeiten (Cutoff und co). Es macht sehr viel Spass Combinationen zu laden und per Arpeggiator vorhandene Beat-Muster abzuspielen, um einfach auch zu üben, denn wie wir wissen: Übung macht den Meister 😉

Vorläufiges Fazit: Ein sehr feiner und kompakter Synthesizer / Rompler, mit sehr interessanten Sounds, die Audition Vorhörfunktion von 383 Sequenzen macht viel Freude und gibt einen guten Einblick auf die Verwendung von Klängen und Instrumenten (Lernfunktion!) und für mich sind auf jedenfall die Flächen und spacigen Sounds, sowie die Bässe und einige andere Features sehr passend für die Musik, die ich machen möchte, Brot – und Butter – Sounds (Piano, Strings etc.) gibt es ebenfalls reichlich, sowie jede Menge sehr gelungene Drumkits, auch per Mpc konnte ich diese sehr einfach spielen und benutzen, dabei nicht vergessen das Template der Microstation zu speichern. Achso: zum Synthie gibt es noch eine Software zum Editieren (Standalone) oder als VST-Plugin!

Interessante Videos zur Korg Microstation:

 

Anmerkung: Korg ist  ist ein eingetragenes Warenzeichen
und wird hier auschliesslich zur Beschreibung des Artikels genannt.

 

15 Comments Ein preiswertes Tonstudio - 10/2/07

Mischpult mit Soundkarte

Hallo Musikergemeinde 😉

Heute möchte ich Euch einmal einen Überblick über unser Tonstudio, die entsprechende Hard-und Software, sowie zur Einrichtung des Raumes geben.

Tonstudio Synthesizer und MPC

Ein preiswertes Tonstudio

Vorwort:

Preiswert bedeutet hier in jeder Hinsicht “seinen Preis wert”, gute Klangeigenschaften und zahlreiche musikalische Möglichkeiten sollte man schon haben, jedoch sollte die Anschaffung für Normalverdiener und Hobby-Musiker finanziell schon erschwinglich sein.

Auf der Suche nach einem günstigen Online-Shop für Musikinstrumente und Software habe ich diesen Händler gefunden, der auch gute Kritiken in verschiedenen Foren hat. 

Es gibt Mikrofone, welche alleine schon mehr kosten, als unser komplettes Studio, das sind dann wiederum ganz andere Maßstäbe und eher sinnvoll für Profis. Vieles wird heutzutage auch überbewertet, mit ein wenig Know-How und ein Gefühl für gut abgemischte Songs und ein technisches Verständnis reichen oft aus, um mit einfachen Mitteln interessante Alben zu produzieren, es kommt auf die Musik an. Man erinnert sich z.B. an Alben, die damals noch mit dem Amiga 500 produziert wurden, z.B. die Mental Disorda Platten, oder die Hideouz Newcome Alben usw.

Ich glaube, einige Singles von Gunshot wurden auch mit einem Amiga gemacht (kann auch ein Atari St gewesen sein, mit Midi und Samplern / Akai s 2000 etc.). Man bedenke, dass der Amiga mit seinem Soundchip “Paula” nur 8 Bit/Mono hatte, dennoch konnte man mit einigen Tricks die Qualität schon vernünftig steigern, indem z.B. Samples langsam aufgenommen und schneller abgespielt wurden. Vocals wurden jedoch meistens auch damals in professionellen Studios aufgenommen.

Die Austattung:

Momentan werkelt bei uns im Studio (noch) ein Notebook mit recht vernünftigen Werten herum, wie z.B. 4 Gb-Ram und eine recht flotte Cpu. Ein verlgeichbarer Desktop-Pc, der lediglich für die Musikproduktion eingesetzt wird, dürfte aber nichtmehr als 300-400 Eur kosten, zumal wir bei uns eine externe Soundkarte benutzen, die

M-Audio Firewire 410 (M-Audio 610)

Im Test der Zeitschrift “Keys” in der Ausgabe 11/03 hat die M-Audio 410- Soundkarte ganz gut abgeschnitten, bemängelt wurde hier lediglich das man nur zwei Analoge Eingänge hat. Wir sind jedenfalls zufrieden, auch die Bedienung und die Software lässt sich für Gelegenheitsmusiker schnell erlernen.

Der Musik-Pc benötigt demnach nicht einmal eine interne Soundkarte, man kann somit bei der Auswahl und Konfiguration des Musik-Computers diesen Aspekt bei der Zusammenstellung bereits mit einplanen. Meine Empfehlung ist derzeit die M-Audio 610, siehe Bild links.

Update: durch das Anschliessen diverser Synthesizer ist nun auch eine neue Soundkarte fällig geworden, das Phonic Helix Board, mehr dazu in einem gesonderten Artikel!

Die Soundkarte wird demnach an unser Notebook also per Firewire (IEEE 1394) angeschlossen und läuft dann mittels eigener Treiber und Mixer-Software. Es gibt bei M-Audio bereits Treiber für Windows Vista 32 Bit.

Von der Soundkarte gehen Klinkenstecker in einen 4 kanaligen Kopfhörerverstärker mit Monitorregler, dem

PRESONUS HP4

Der Kopfhörerverstärker ist recht edel verabeitet, ist recht schwer vom Gewicht und leistet allgemein eine gute Arbeit. Der Sinn dieses Gerätes ist folgender:

Da wir uns eine Gesangskabine gebaut haben (siehe Artikel zum Bau einer Gesangskabine), in der der/die Sänger/inn einen Kopfhörer mit möglichst lauten Signalen benötigt, eignet sich dieser Kopfhörerverstärker sehr gut dafür, da an das Gerät mehrere Kopfhörer (für die Person die Aufnimmt, der Person in der Gesangskabine + Zuhörer) angeschlossen werden können und einzeln die jeweiligen Lautstärken eingestellt werden können.

Als weitere Funktion soll hierbei noch der Monitor-Mute Schalter erwähnt werden, diesen brauchen wir recht häufig, das wir über Aktive Lautsprecher / Monitore verfügen, womit wir zum nächsten Punkt kommen – Monitore: 

Es handelt sich hierbei um 2 Wege-Aktiv Lautsprecher mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis. Man erhält hiermit eine 130 Watt Gesamtleistung mit recht guten Klangeigenschaften. Im ca. 15 Quadratmeter kleinen Raum, indem wir unser Studio eingerichtet haben, machen die Lautsprecher einen enormen Druck und reichen vollkommen aus, auch für höhere Ansprüche uneingeschränkt empfehlenswert.

Da es sich hier um eine wichtige Anschaffung handelt, gillt es sich zu vor einem Kauf zu informieren, Testberichte durchzulesen und gegebenfalls die Lautsprecher vor Ort beim favorisierten Händler einmal anzuhören. Anmerkung: Als wir Besuch von anderen Musikern hatten, haben sich von den Kollegen spontan zwei Musiker zum Kauf dieser Lautsprecher entschieden, so überzeugt waren sie vom Sound, sie machen echt was her.

Die Monitore harmonieren sehr gut mit der Soundkarte (gleicher Hersteller M-Audio) und dem Kopfhörerverstärker, da es kaum Umwege bzw. störende Quellen gibt, es gibt hier einen ziemlich direkten Kabel-Weg.

Hier eine Übersicht der angeschlossenen Geräte

Übersicht 1:

Tonstudio-Setup1

Da die Musikproduktion Anfangs auch in die mobile Richtung gehen sollte, eigenen sich somit alle Elemente für einen schnellen Auf-und Abbau. Für das Notebook wurde somit auch eine externe Usb 2.0-Festplatte gewählt.

Die Kopfhörer

Als ebenfalls wichtiges Element gelten für uns die Kopfhörer, hier wurde auf die bekannte Qualität der Firma Beyerdynamic vertraut und Kopfhörer gekauft, welche über sehr gute Eigenschaften verfügen, die

BEYERDYNAMIC DT 770 PRo

und die

BEYERDYNAMIC DT 990 PRO

Es sind beides Studio-Kopfhörer mit sehr guten Klangeigenschaften und hohem Tragekomfort. Man kann hier wirklich stundelang Musik hören ohne das die Kopfhörer als störend empfunden werden.

Auch hier heisst es wieder: Ausprobieren und testen, von uns aus bekommen die Kopfhöhrer eine klare Kaufempfehlung, super Sound auch in den ganz tiefen Bereichen.

Zurück zur Gesangskabine und dessen Einrichtung:

Die Gesangs-Aufnahme in der Gesangskabine

Gesang-Aufnahme

Wir sehen hier einen Auschnitt aus unserer Gesangskabine mit einem RODE NT1-A Großmembran-Mikrofon und dem dazugehörigen Popkiller, sowie die BEYERDYNAMIC DT 770 PRO – Kopfhörer und einem SE ELECTRONICS REFLEXION FILTER.

Unsere Kabine wurde bereits mit Noppenschaumstoff ausgekleidet, der Reflexion Filter sorgt zusätzlich für eine “trockenere” Aufnahme.

Wie das Nt1-A Mikrofon klingen kann, kann man sich sehr gut auf unserer Cd anhören, der Kollege Pillah-K macht mit seinen zur Verfügung stehenden Mitteln (wie z.B. dem Mikrofon) bemerkenswert klare und verständliche Vocal-Aufnahmen. Hinzu kommt natürlich die jahrelange Erfahrung in dem Bereich. Ein Eindruck könnt Ihr Euch hier beim Reinhören unseres Mp3 Cd-Demos verschaffen. Ein Demo zu den Aufnahmen in unserer Kabine und mit unserer Technik erstellte Songs stelle ich Euch bald als Mp3-Datei zum Download zur Verfügung.

Eingabegeräte – Keyboards und Midigeräte

Im Grunde reichen hier wenige Geräte aus, um Noten in das entsprechende Programm einzuspielen, auch hier wurden von uns recht preiswerte Produkte gewählt, z.B. das

Midi -Usb Keyboard

Ein recht einfach zu bedienendes Usb-Keyboard welches auch von unserer Sequenzer-Software “Reason” erkannt wird und somit gleich genutzt werden kann, um Noten (anschlagdynamisch) aufzunehmen. Als weiteres Midi-Keyboard dient ebenfalls der analoge Modeling Synthesizer Microkorg, der Firma Korg. Diesen Synthesizer benutzt z.B. auch die von mir sehr hoch geschätze Gruppe Prodigy.

Korg Microkorg 

Neben seiner Eigenschaft als Midi-Keyboard (per Midikabel direkt an die Soundkarte angeschlossen) kann der Synthesizer auch als analoge Klangquelle genutzt werden. Es gibt hier zahlreiche Presets zu verschiedenen Musikrichtungen (z.B. Drum and Bass, Hip Hop, Techno usw.) und man kann ein Mikrofon anschliessen um einen eingebauten Vocoder zu benutzen.

Als hochwertigen Vocoder werden wir uns dennoch auf die Suche nach einem Roland Svc-350 Vocoder machen, falls zufällig jemand ein gut erhaltenes Gerät zum Verkauf anbieten möchte, würden wir uns freuen ein Angebot zugeschickt zu bekommen.

Es gibt sehr viele Informationen rund um den Mircokorg im Internet, z.B. Videos bei Youtube über den Microkorg.

Möglichkeiten um Drums einzuspielen

Akai Mpd 24

USB/MIDI Controller

Hiermit können wir einzelne Drumpassagen in unseren Sequenzer einspielen, die einzelnen Pads lassen sich auch belegen um zu Beispiel Melodien einzuspielen, wie z.B. eine Bassline oder ähnliches.

Auch hierzu gibt es zahlreiche Internetseiten zu den Themen Drumpads und Midicontroller .

Weitere Aufnahmequellen – Analog

Zum Aufnehmen weiterer analoger Quellen benutzen wir ein Mischpult, womit wir die Möglichkeit haben, einige Quellen wie z.B. die Technics Mk2 Plattenspieler aufzunehmen. Die Plattenspieler selbst sind jeweils an einem 2 Kanal-Mixer angeschlossen. Unsere 2 Kanal-Mixer sind umgebaut und mit einem Kippschalter versehen worden, um eine bestimmte Scratchtechnik (Drills) besser ausüben zu können. Mehr Infos dazu in der Rubrik Djs und Turntablism.

Soundkraft Compact – Kleinmixer

Hier können wir die jeweiligen 2-Kanalmixer anschliessen oder zum Beispiel weitere Quellen wie den Microkorg. Zwischen einem Vestax-2 Kanal Mixer wurde ausserdem noch ein Pioneer Fx 500 angeschlossen um saubere Hall und Echo-Effekte beim Scratchen zu bekommen. Diese Gerät wird jedoch selten zur Aufnahme zwischengeschaltet, da wir Effekte dann eher mit der Audio-Software erstellen, womit wir auch beim Thema Software angekommen sind.

Software zur Musikproduktion

Zum Erstellen von Instrumentalen wird grösstenteils die Software Reason der schwedischen Firma Propellerheads benutzt. Gelegentlich benutzen wir die sogenannte “Rewire-Funktion”, um Reason und das Programm Cubase der Firma Steinberg gleichzeitig zu nutzen.

Da Reason nicht über eine Audioaufnahme-Funktion verfügt, bietet sich dieses Zweiergespann gut an, Von Reason kommen dann die Instrumental-Stücke und mit Cubase (SL) wird Audio aufgenommen (z.B. Vocals, Scratche oder Synthesizer)

Zur Verfügung stehen uns folgende Software-Produkte:

– Reason 3.0 (es gibt nun ein Update auf Reason 4 )
– Update! Reason 4 gibt es hier: Reason 4

– Cubase SL von Steinberg
– Adobe Audition – ehemals Cool Edit
– Propellerheads Recycle
– Hypersonic 2 – Vst Plugin und Stand-Alone Software

Soweit ersteinmal eine Übersicht, ich hoffe Ihr könnt Euch ein Wenig für den Aufbau eines eigenen Studio inspirieren. Hier noch einige Bilder unseres Tonstudios:

tonstudio1

tonstudio2

Plattenspieler-Aufbau

tonstudio3

Gesangskabine

tonstudio4

Usb-Midi-Keyboards

tonstudio5

Notebook mit Adobe Audition 1.5

tonstudio6

Viel Spass mit Eurer Musikproduktion, ich würde mich sehr über Kommentare zu meinem Bericht freuen.

Copyright des Artikels by DjHighfly

DjHighfly 2007

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