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1 Comment Synthesizer Part 11 – Pk-6 Proteus Keys - 05/23/12

Emu Pk 6 Proteus Keys

Synthesizer Part 11 – Der PK-6 Proteus Keys 61 Tasten Synthesizer von E-mu

Heute möchte ich euch einen weiteren „Vintage“- Synthesizer vorstellen, den E-mu Pk-6 Proteus Keys. Vintage aus dem Grund, weil das Gerät nun auch schon seine Jahre auf dem Buckel hat (Hergestellt im Jahr 2001), wie die Zeit vergeht. Das Gerät verfügt über eine Polyphonie von 64 Stimmen (16 fach multitimbral) und eine beachtliche Anzahl an eingespeicherten Preset-Sounds (1152 Presets – 640 ROM und 512 RAM). Die vernünftig zu spielende Tastatur verfügt über velocity und aftertouch. Interessante Merkmale sind zum Einen die sehr guten Filter und die interessante Auswahl an Sounds, sowie deren Realtime-Bearbeitungsmöglichkeiten über die Bedienmatrix.

Für mich – wie bereits in den anderen Artikel mehrfach bei verschiedenen Geräten erwähnt -sehr löblich: die Audition Funktion, also das Vorhören von Melodien / Phrasen einzelner Sounds. Auch die Bedienung vieler E-mu-Geräte (wie die Rackversion Proteus 2000) ist für mich, als Handbuch-Vermeider sehr intuitiv und logisch gelöst. Hier ein paar Beispiele meiner Vorgehensweise als Einstieg, nachdem ich das Gerät auf dem Gebrauchtmarkt recht günstig bekommen habe:

Ein Bekannter und ich habe dessen neue Mpc 1000 angeschlossen um sowohl die Mpc, als auch den Synthesizer ersteinmal zu testen, anfangs hatte ich einige Probleme, mehrere Kanäle auf der Mpc per Midiverbindung einzuspielen, also Pdf-Handbuch heruntergeladen (engl.) und nachgeschaut.

16 Midikanäle im Multimode

Wenn man die einzelnen 16 Kanäle im Multimodus nutzen möchte, geht man auf den Menüschalter „Midi“ und findet dort die Spalte Midi Mode, die ich auf „multi“ gestellt habe (siehe Bild unten).

Synthesizer Midi 16 Kanäle

Midiclock ist ebenfalls aktiviert, man kann sich noch aussuchen, ob local key an oder aus sein soll (spielt die internen Klänge immer oder nur wenn der Kanal ausgwählt ist) und das wars eigentlich bisher bei mir an Einstellungen. Die Realtimeregler- Bewegungen (siehe nächstes Bild) zeichnet die MPC ebenfalls in den bisher genutzen Fällen als Midi CC Befehle auf und man kann sich mit den 1152 Presets austoben. Sehr interessant und oft gelobt, sind die hervorragenden Drum-Kits, die echt super klingen, eines davon war in unserem Test auch der erste Midikanal, funktioniert super. 

Die Latenz beim Abspielen von Drumkits auf der Mpc ist mit internen Wav-Kits minimal spürbar latenzfreier, also wenn man Drumkits per Midi einspielt merkt man einen kleinen Unterschied, der aber noch absolut im Rahmen liegt, ist halt auch abhängig von der angeschlossenen Midi-Hardware und dessen Rechenleistung usw..

Filter und Co beim Pk-6 Proteus

Wie man auf dem Bild in etwa erkennen kann, ist die Controller-Matrix sehr einfach gelöst, die vier Potis unten haben je 4 Funktionen. Mit den Schaltern links kann man die entsprechend beschrifteten Funktionen auswählen und die Regler greifen dann auf diese zu. Der Originalwert eines Sounds wird übrigens immer mit einer roten LED signalisiert, sehr praktisch, wenn man sich mal „verirrt“ hat.

Synthesizer Filter

Controller / Filter beim Pk-6

 
Command Functions – Menü
 
Über das Command-Functions – Menü können z.B. favorisierte Patches auf die 16 buttons gelegt werden (Preset Select), ganz praktisch für Liveanwendungen etc., Trigger Mode erlaubt die Zuweiung der 16 Buttons nach Noten, die Buttons haben dadurch eine Art Keyboard-Funktion, recht praktisch für Drums etc.. Weitere Buttons dienen als „Preset Jump Keys“, um damit direkt in die einzelnen Einstellungen zu gelangen.
Proteus Keyboard- Command Functions

Pk-6 - Command Functions

Soweit eine erste kurze Übersicht des sehr interessanten Pk-6 Synthesizers, der leider nur noch auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich ist, die Firma E-Mu gehört nun zu Creative, auch hier wurden bereits neue und sehr einsteigerfreundliche Geräte hergestellt, z.B. das Longboard und Shortboard.
 
Hier noch ein Video zum Pk-6:

 Und hier noch reichlich Mp3-Demos
 
Über Eure Kommentare würde ich mich sehr freuen!
 
Dj Highfly

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Comment Synthesizer Part 7 – Korg Microkorg - 04/19/12

MicroKorg Synthesizer

Der Microkorg Synthesizer und Vocoder

Der Microkorg ist ein sehr beliebter Analog Modeling Synthesizer (virtuell analoger Synthesizer) mit 37 Minitasten (3 Oktaven) bei einer sehr kompakten Grösse. Das Gerät kann per Batterien betrieben werden, was ihn auch für den mobilen Gebrauch sehr attraktiv macht. Optisch macht das Gerät einiges her (Vintage/Retro – Look mit schicken Holz-Seitenteilen). Als Anschlüsse findet man auf der Rückseite die Audio-Out Klinken (L/R), Midi in/out und thru, Audio in 1 (Mic/Line Condenser Micro und Dynamic Micro), sowie Audio in 2 (Line), einen Kopfhörerausgang und den Anschluss für das externe Netzteil mit 9V. Den MicroKorg gibt es bereits seit dem Jahr 2002 und wird noch gefertigt.

Kurzübersicht der Funktionen

Auf der Oberfläche befindet sich oben Links der Lautstärkeregler, da drunter der Arpeggiator on/off Button und eine Tempo Anzeige / LED. Mit Octave Shift kann man die Oktaven hoch und runterschalten, um so die Töne einer kompletten Tastatur spielen zu können (mehr als 3 Oktaven). Das grosse graue Rad dient zur Auswahl der Kategorien, um an die abgespeicherten Sounds/Presets zu gelangen, die Kategorien beinhalten Trance, Techno/House/Electronica, DnB/Breaks/, HipHop/Vintage, Retro, S.E./Hit und Vocoder und bietet eine verbesserte Übersicht.

MicroKorg Synthesizer 8 Kategorien

MicroKorg Synthesizer – Kategorien

Insgesamt hat der MicroKorg 128 Programme, die über das Program Select Rad in den Kategorien ausgewählt werden können, jede Kategorie hat 16 Bänke , also 8 Kategorien x 16 Bänke = 128 Sounds, wobei sich die Bänke in A und B aufteilen, wofür es einen *A Side B* Schalter gibt und entsprechend die 8 Buttons zum Aufrufen der Programm-Nummer. Das jeweils ausgewählte Programm wird im Display mit einer Zahl angezeigt. Die einzelnen Presetsounds können mittels der „write“-Funktion überschrieben werden, mittels Midi-Dump bzw. einer Software kann man ein Backup für die Sounds erstellen und man kann mit dem Editor (über die Webseite von Korg als Download verfügbar) relativ übersichtlich die Klänge programmieren, editieren und entsprechend speichern.

Synthesizer Pitch und Modwheel

Pitch und Modwheel

Klangerzeugung und Bedienmatrix

Die Klangerzeugung des vierstimmigen MicroKorg ist ähnlich wie der eines analogen Synthesizers und funktioniert mittels subtraktiver Synthese (von Subtrahieren: es werden Klangelemente herausgefiltert /abgezogen). 2 Oszillatoren durchlaufen Wellenformen wie Sägezahn, Sinus, Dreieck etc. und über eine Bedienmatrix kann das Ganze dann einstellt werden (siehe nachfolgendes Bild). Die Hüllkurven/Filter sorgen für massive Klangveränderungsmöglichkeiten (z.B. die ADSR Lautstärke und Filter – Hüllkurven), die Effekte erlauben es z.B. Delay, Chorus, Reverb, Phaser und Flanger auf die Klänge wirken und zum Teil auf die Geschwindigkeit (BPM) synchronisieren zu lassen.

MicroKorg Synthesizer und Vocoder

MicroKorg Bedienmatrix

Die zwei grossen Regler (im Bild links) dienen zum Aufrufen der verschiedenen Menüs, so kann man z.B. den Arpeggiator auswählen und mittels der 5 oberen Regler einstellen, in der Bedienmatrix ist unter den Reglern jeweils die Funktion aufgedruckt. Als Beispiel: Edit select 2 auf Arpeg. A stellen und schon kann man mit dem Poti 1 oben dann das Tempo einstellen, mit Poti 2 die Auflösung (Resolution), Poti 3 regelt das Gate usw..

Der Vocoder

Im Lieferumfang wird mit dem Synthesizer auch ein Schwanenhalsmikrofon ausgeliefert, die Bank „Vocoder“ liefert Carriersignale als editierbare Presets. Wenn man nun eine Taste drückt und ins Mikrofon spricht, ändert sich die Stimme in einen vocodertypischen Klang. Das Gleiche gilt für sämtliche Signale, die man in das Gerät einspielt, mehr dazu später.

Im nächsten Artikel zum MicroKorg werde ich versuchen eine Programmierung von einfachen Sounds von Grundauf  zu beschreiben, bis dahin muss ich ebenfalls noch eine Menge zum Thema lernen, der MicroKorg klingt auf jeden Fall beindruckend und macht auch mit wenig Kentnissen über die subtraktive Synthese sehr viel Spass, da bereits die Presetsounds hervorragend programmiert wurden, ein toller vergleichsweise günstiger Synthesizer auch für Einsteiger.

Hier noch 2 Videos zum MicroKorg, viel Spass beim Sounddesign!

Anmerkung: Korg ist ist ein eingetragenes Warenzeichen
und wird hier auschliesslich zur Beschreibung des Artikels genannt.

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